zur Hauptnavigation | zum Inhalt

Tourismus
Veranstaltungen/Aktuelles

23.02.2017: Hemdglunkerumzug, Fasnetseröf...

 
Endingen, historische Altstadt
blindgrafik

Der Johannesbrunnen

Am Lindenplatz steht der zweitgrößte der historischen Brunnen im Stadtzentrum. Es ist der Johannesbrunnen, der 68 Ohm fassen kann, dies entspricht 10.200 Litern. Den Abschluss der jüngsten Renovierung wurde im Juli 2002 mit einem Brunnenfest gefeiert.

Der Brunnen hat eine achteckige Sandsteinfassung mit Verzierungselementen. Aufgrund dieser barocken Formen der Verzierung und durch die Bekrönung mit einer Statue des Johannes Nepomuk bietet sich eine Datierung in das 18. Jahrhundert an. In Endingen sind weitere Statuen mit der Darstellung des Johannes Nepomuk zu sehen, so am Ortsausgang Ring-/Ecke Riegeler Straße oder im Tannacker neben einer Quelle, auf dem Weg zur Katharinenkapelle. Eine weitere Statue befindet sich im Kaiserstühler Heimatmuseum. Immer ist Johannes als Priester zu sehen. Die Darstellung geht auf eine historische Person zurück. Johannes wurde um das Jahr 1350 in Pomuk (Böhmen) geboren. 1370 wurde er Kleriker und öffentlicher Notar der erzbischöflichen Gerichtskanzlei in Prag, 1380 wurde er Priester im Veitsdom. Danach begann der Geistliche mit dem Jurastudium in Prag und Padua und schlug die akademische Laufbahn ein. Zuerst wurde er Kanonikus, dann Archidiakon. Seit 1389 war er Generalvikar des Erzbischofs Johannes von Jenzenstein. Am 20.März 1393 wurde er von König Wenzel gefangengenommen, gefoltert und von der Karlsbrücke in die Moldau geworfen. Die legendäre Behauptung ist, er sei gestorben, weil er als Beichtvater der Königin den Inhalt ihrer Beichte nicht preisgeben wollte. Tatsache ist aber, dass Johannes kein Beichtvater der Königin war. Er musste sterben, weil er sich den gewaltsamen Einmischungen des Königs in kirchliche Angelegenheiten widersetzte. Als Nichtadeliger wurde er zum Bauernopfer in der Auseinandersetzung zwischen Kirche und Staat. Obwohl die Verehrung bald nach seinem Tod einsetzte, wurde er erst 1721 seliggesprochen, 1729 folgte die Heiligsprechung. Bereits 1693 wurde eine Statue von ihm auf der Prager Karlsbrücke aufgestellt, die zum Vorbild für zahlreiche Darstellungen wurde. Als Brückenheiliger ist er auch heute noch in den ehemals österreichischen und böhmischen Ländern zu finden.

Johannes von Pomuk ist gewöhnlich als Priester mit Rochett, Stola und Birett oder mit Kreuz und Palme dargestellt. Sein Haupt wird von einem Kranz von sechs Sternen umsäumt. Aufgrund seines Martyriums hat seine Darstellung immer etwas mit Wasser zu tun, so auch als Brunnenbekrönung.

Weitere Informationen:

Suche

Schnellüberblick

Informationen

Kaiserstühler Verkehrsbüro
Adelshof 20
79346 Endingen

Tel. 0 76 42/68 99 90
Fax 0 76 42/68 99 99

E-Mail info@endingen.de
www.endingen.de

optimiert für 1024 x 768, IE7, Firefox